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Co-Creation an einem bestehenden Standort

Bridgestone Innovation Park: Wie ABW Co-Creation an einem etablierten Standort unterstützt

flagBridgestone

location_onTokio – Produktion

121.400

Mitarbeitende

2026

Rückblick nach 3 Jahren

2.500

Mitarbeitende im Projektumfang

Bridgestone transformierte ein Fabrikgelände in Kodaira, Tokio, in ein globales Innovationszentrum. Ziel war es nicht nur, ein besseres Büro zu schaffen, sondern die Art und Weise zu verändern, wie 2.500 Menschen arbeiten, denken und sich vernetzen – damit B-Innovation (BI), das Herzstück der Co-Creation im Bridgestone Innovation Park, als echte Innovationsplattform funktionieren kann.

Unsere Rolle

Veldhoen + Company entwickelte die Workplace-Strategie für BI und begleitete die Organisation durch den gesamten Veränderungsprozess – von der ersten Analyse bis zur erfolgreichen Nutzung nach der Eröffnung.

Wir arbeiteten mit Bridgestone in drei Phasen:

1. Research & Analyse

Wir analysierten bestehende Arbeitsweisen über verschiedene Abteilungen hinweg und bewerteten, wie Activity Based Working (ABW) eingeführt werden kann.

Eine zentrale Erkenntnis war, dass Teams – trotz unterschiedlicher Funktionen – ihre Arbeitsaktivitäten erstaunlich ähnlich verteilten. Dies schuf eine solide, datenbasierte Grundlage für alle Entscheidungen hinsichtlich Raumgestaltung und Möblierung.


2. Planung

In Stakeholder-Workshops wurden die Anforderungen an die Arbeitsumgebung definiert.

Im Zentrum der Fläche entstand ein gemeinsamer Bereich – die Plaza – als Ort für Austausch und informelle Aktivitäten. An den beiden Enden wurden ruhigere Fokuszonen geschaffen, wodurch ein natürlicher Übergang von lebhaften zu ruhigen Bereichen entstand.

 
3. Implementierung der Arbeitsweise

Ein maßgeschneidertes Trainingsprogramm wurde auf allen Ebenen der Organisation eingeführt – von Workshops für das Top-Management über Online-Sessions für Führungskräfte bis hin zu E-Learning für alle Mitarbeitenden.

Auch nach der Eröffnung unterstützte V+C die Einführung weiterhin durch Newsletter und regelmäßige Townhall-Meetings.

Das Ergebnis

Drei Jahre nach der Eröffnung zeigen sich deutliche Veränderungen:

Mitarbeitende wählen aktiv ihren Arbeitsplatz

Teams entscheiden bewusst, welche Umgebung sie für ihre jeweilige Tätigkeit nutzen, und haben ihre Meeting-Gewohnheiten entsprechend angepasst. Die akustische Zonierung – von lebhaften Bereichen bis hin zu ruhigen Zonen – unterstützt fokussiertes und produktives Arbeiten im Alltag.

Zusammenarbeit wurde sichtbar

Durch die offene Gestaltung begegnen sich Mitarbeitende aus unterschiedlichen Bereichen häufiger. Gespräche in der Plaza wirken in angrenzende Arbeitsbereiche hinein, und neue Verbindungen entstehen ganz selbstverständlich im Arbeitsalltag.

Mehr Selbstbestimmung im Arbeiten

In der neuesten Umfrage gaben über 80 % der Mitarbeitenden an, autonom zu arbeiten – ohne an feste Zeiten oder Orte gebunden zu sein – und ihre Arbeitsumgebung bewusst zu wählen, um individuelle und teambezogene Leistung zu verbessern.

Eine besonders prägende Entscheidung war, den Innovation Park bereits bei etwa 70 % Fertigstellung zu eröffnen.

Durch bewegliche Wände und modulare Möbel konnten Mitarbeitende die verbleibende Gestaltung aktiv mitprägen. Dies stärkte das Gefühl von Ownership und Beteiligung erheblich.

Warum ist das relevant?

Dieses Projekt zeigt, was erforderlich ist, um organisationalen Wandel zu erreichen – nicht nur räumliche Veränderung.

Drei zentrale Erfolgsfaktoren:

1. Datenbasierte Strategie

Die Aktivitätsanalysen lieferten eine fundierte Grundlage für alle Designentscheidungen und stärkten die interne Glaubwürdigkeit.

2. Kontinuierliche Change-Kommunikation

Ein einmaliger Impuls reicht nicht aus, um Verhalten zu verändern. Über drei Jahre hinweg wurden Townhalls, Trainings, Newsletter und Vor-Ort-Aktivitäten eingesetzt, um die Veränderung greifbar zu machen. Führungskräfte kommunizierten dabei aktiv und persönlich.

3. Gestaltung für Weiterentwicklung statt Abschluss

Workplace-Transformation ist kein abgeschlossenes Projekt. Durch den bewussten Verzicht auf eine „fertige“ Lösung und die Integration von Flexibilität wurde eine Kultur geschaffen, in der Mitarbeitende ihre Arbeitsweise kontinuierlich weiterentwickeln.

Fazit

Für Organisationen, die einen ähnlichen Wandel anstreben, zeigt dieses Projekt, wie räumliches Design, Verhaltensstrategien und kontinuierliche Kommunikation als integriertes Gesamtprogramm wirken.

 

Ist Ihr Führungsteam darauf ausgerichtet, was Flexibilität wirklich bedeutet?